Wetzstahl richtig benutzen: Winkel, Ablauf, Grenzen

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Inhalt
  1. Abziehen oder schärfen – was ist der Unterschied?
  2. So benutzt du den Wetzstahl
  3. Stahl, Keramik oder Diamant?
  4. Wann der Wetzstahl nicht passt

Ein Wetzstahl hält eine scharfe Schneide länger scharf – er ersetzt aber nicht das Schärfen. Stiftung Warentest nennt den Wetzstab ideal zum täglichen Abziehen.1 Hier steht, wie du ihn nach der ZWILLING-Anleitung benutzt, welcher Stab zu welchem Messer passt und wann nur noch der Schleifstein hilft.

Wichtig vorab: Wir beschreiben die Anleitung des Herstellers und die frei lesbaren Hinweise von Stiftung Warentest; eigene Versuche haben wir nicht gemacht.

Wetzstahl-Check

Abziehen oder schärfen – was ist der Unterschied?

Stiftung Warentest empfiehlt den Wetzstab zum täglichen Abziehen.1 Er hilft, solange die Schneide nicht zu stark abgenutzt ist.2 Ist die Schneide aber zu stark abgenutzt, stellt auch der beste Wetzstahl die Schärfe nicht wieder her; dann muss das Messer nachgeschliffen werden, mit einem Schleifstein oder einem Schleifservice.2 ZWILLING empfiehlt, den Wetzstab zwischen zwei Schleifgängen zu benutzen.3

So benutzt du den Wetzstahl

ZWILLING beschreibt in der Anleitung zum Wetzstahl vier Schritte:2

  1. Aufstellen. Stell den Wetzstahl mit der Spitze nach unten auf eine ebene Fläche und leg die Klinge an.
  2. Winkel. Etwa 15 Grad zwischen Klinge und Stahl; bei japanischen Messern und ZWILLING-Santokus nicht über 10 Grad. Je nach Abnutzung ziehst du mit weniger oder mehr Druck.
  3. Abziehen. Zieh das Messer in einem leichten Bogen am Stahl nach unten – die Geschwindigkeit spielt keine Rolle. Dann dasselbe auf der Rückseite des Stahls für die andere Seite der Klinge.
  4. Wiederholen und prüfen. Etwa fünf- bis zehnmal abwechselnd beide Seiten, dann der Schnitt-Test an einem Stück Papier.

Welcher Winkel zu deinem Messer passt, steht im Winkel-Finder.

Stahl, Keramik oder Diamant?

Entscheidend ist die Härte: Der Wetzstahl muss härter sein als der Stahl der Klinge, sonst wird das Messer nicht schärfer.2

Wetzstahl Für Klingen bis Quelle
verchromt 60 HRC ZWILLING-Anleitung2
Keramik 67 HRC ZWILLING-Anleitung2
Diamant 67 HRC ZWILLING-Anleitung2

Ab einer höheren Klingenhärte empfiehlt ZWILLING das schonende Schärfen mit dem Schleifstein.2 Messer asiatischer Anbieter sind laut Stiftung Warentest härter als der Stab – für sie ist der Wetzstab nichts.1

Wann der Wetzstahl nicht passt

  • Beschichtete Messer und Wellenschliff: ZWILLING-Wetzstähle sind nur für unbeschichtete Messer mit glatter Schneide.2
  • Messer asiatischer Hersteller: zu hart für den Stab; besser nass auf dem Schleifstein.1
  • Richtig stumpfe Messer: nachschleifen statt wetzen.2 Welche Steine es gibt: Schleifstein kaufen. Lieber ohne Stein: Messerschärfer im Vergleich.

Quellen

  1. Messerschärfer im Test: Die besten Scharfmacher — Stiftung Warentest (Test von K-Tipp/Kassensturz)
  2. ZWILLING Wetzstahl — Gebrauchs- und Pflegehinweise — ZWILLING
  3. Messer schärfen mit Schleifstein: Der ultimative Leitfaden — ZWILLING